Die Stadt der Treverer auf dem Martberg - Die neuesten Ergebnisse der Grabungskampagne 2009
Das
DFG-Projekt „Heiligtum und Oppidum auf dem Martberg“ neigt sich langsam
aber sicher seinem Ende zu. Auf zehn Jahre konzipiert, wird das Projekt
von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert und von der
Generaldirektion Kulturelles Erbe Abteilung Archäologie Koblenz
getragen. Im vorletzten Jahr der Grabungen sah der Plan vor, weitere
Siedlungsflächen zu untersuchen, um einen Einblick in die
Siedlungsstruktur in verschiedenen Bereichen des Martbergs zu bekommen.
Die geomagnetische Prospektion konnte bereits im Vorfeld größere
Strukturen und teilweise sogar Hausgrundrisse feststellen; die feineren
Details sowie die Datierung können jedoch nur durch eine archäologische
Untersuchung geklärt werden. Eine weitere Informationsquelle sind
Lesefunde, die seit Jahren akribisch eingemessen und verwaltet werden.
Diese beiden unterschiedlichen Daten – Geomagnetik und Lesefunde – sind
wichtige Hilfsmittel, um eine Grabungsstelle auszuwählen. Durch die
exakten Messdaten ist eine zielgerichtete Ausgrabung möglich.
Weiterlesen …
Martberg 2008 – Grabung im spätkeltischen Handwerkerviertel
Die Ausgrabungen im Heiligtum sind seit einigen Jahren abgeschlossen,
einige Siedlungbereiche im Umfeld sind in kleinen Ausschnitten
ausgegraben, und ein weiteres „Fenster“ wurde in diesem Jahr geöffnet:
nahe des nördlichen Eingangstores waren auf den Äckern des
„Männleinfeldes“ (Aufm Eisenberg, Flur 17) seit Jahren reichhaltige
Lesefunde bekannt; die geomagnetische Prospektion versprach zudem eine
hohe Befunddichte. Um einen näheren Einblick in die spätkeltische
Siedlungsstruktur zu bekommen, wurden Ende Juli gezielt zwei Flächen
geöffnet. Zu der fast 2000 qm großen nordöstlichen Fläche wurden
weitere 400 qm im Winkel der beiden Wege zum Nordtor und – vielleicht
ebenfalls eine alte Wegeverbindung – nach Süden zum „Prozessionsweg“ in
Richtung Karden.
Weiterlesen …
Die Siedlungsforschung
Im Rahmen der Siedlungsforschung auf dem Martberg werden zurzeit neue
Ausgrabungsflächen geöffnet, um einen Einblick in die keltische
Siedlung des Bergplateaus vor 2400 Jahren zu erhalten. Bisher stand für
die Forschung die keltisch-römische ...
Weiterlesen …
Von Marseille auf den Martberg bei Pommern an der Mosel vor 2300 Jahren
Die Herkunft einer auf dem Martberg ausgegrabenen Silbermünze weist auf
eine uralte Verkehrsroute entlang der Flüsse Mosel, Saone, Rhone bis
nach Marseille hin. Hier hatten die Griechen im 6.Jh, vor Chr. ein
blühendes Handelszentrum, das antike ...
Weiterlesen …
Handwerk vor 2100 Jahren an der Mosel
Ein Glücksfall für die Forschung auf dem Martberg stellt der Fund einer
Gussform aus dem 1. Jh. v. Chr. dar. Der 11 mal 8 cm große Sandstein
lässt auf der flachen Seite kleine durch Gusskanäle miteinander
verbunden Radmotive erkennen. Mit Hilfe eines ...
Weiterlesen …
mons martis - Neues vom Martberg!
Der Martberg hat eine neue Grabungsleiterin.
Nach 12 Jahren
tritt Dr. Claudia Nickel die Nachfolge von Dr. Martin Thoma an. In
einem Gespräch mit Paul-Josef Porten und Albert Jung vom Förderverein
Pommerner Martberg schildert sie ihren beruflichen Werdegang und ihre
Ziele.
Weiterlesen …